Mobilität
Wegen der Pandemie: Deutlich weniger Kilometer mit öV zurückgelegt

Die Pandemie hat sich auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel viel stärker ausgewirkt als auf jene des Autos. Die Zahl der mit öV zurückgelegten Kilometer sank 2020 um die Hälfte.

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In der Pandemie wurden Fahrten mit Bahn und Bus verstärkt gemieden. (Symbolbild)

In der Pandemie wurden Fahrten mit Bahn und Bus verstärkt gemieden. (Symbolbild)

Keystone

Die Pandemie hat der Schweizer Bevölkerung den öffentlichen Verkehr vergällt: Anfang 2021 legte eine Person durchschnittlich 3,6 Kilometer am Tag mit Bahn oder Bus zurück. Ein Jahr zuvor waren es noch 7,5 Kilometer am Tag und Person gewesen – 52 Prozent mehr. Dies zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung des Bundesamts für Statistik (BFS). Viel weniger stark betroffen war die Nutzung des Autos.

Hier verkürzte sich die durchschnittlich zurückgelegte Strecke pro Tag und Person nur um 27 Prozent. Beim Fuss- und Veloverkehr habe es dagegen kaum Veränderung gegeben, so das BFS. Die Zahlen der Studie beziehen sich laut BFS auf die Wochen vom 10. Januar bis zum 6. März und widerspiegeln den «zweiten Lockdown», in dem eine Homeoffice-Pflicht galt.

Die für den Arbeitsweg zurückgelegte Distanz pro Person und Tag sei in dieser Zeit gegenüber dem Vorkrisenniveau um 29 Prozent gesunken, die Freizeitkilometer um 34 Prozent. Dennoch legten die Schweizerinnen und Schweizer in der Summe auch während der Homeoffice-Pflicht mehr Kilometer für Freizeitzwecke zurück als für den Arbeitsweg. (wap)

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