Mobilität
Schmutz und Lärm: Externe Kosten des Verkehrs steigen auf 13,7 Milliarden Franken

Luftverschmutzung, Lärm und Schäden: Die externen Kosten der Mobilität sind 2018 um 2 Prozent auf 13,7 Milliarden Franken gestiegen. Grund dafür ist die Zunahme des Verkehrs.

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Der motorisierte Individualverkehr trägt noch immer den grössten Teil zu den externen Kosten der Mobilität bei. (Symbolbild)

Der motorisierte Individualverkehr trägt noch immer den grössten Teil zu den externen Kosten der Mobilität bei. (Symbolbild)

Keystone

Nicht alle Umwelt- und Gesundheitskosten in der Schweiz werden von den Verursacherinnen und Verursachern getragen – und sie steigen. So haben die externen Kosten der Mobilität im Jahr 2018 um 250 Millionen auf 13,7 Milliarden Franken zugenommen. Das teilte das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Dienstag mit. Hauptgrund dafür sei die Verkehrszunahme – vor allem im Luftverkehr, wo im Personenverkehr zwischen 2017 und 2018 rund 8,3 Prozent Kilometer mehr zurückgelegt worden seien.

Bei den externen Kosten handelt es sich um sämtliche Auswirkungen, die nicht im Preis der Mobilität enthalten sind. Dazu zählen beispielsweise gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Luftverschmutzung oder Lärm sowie Schäden, die beispielsweise durch den Klimawandel entstehen. Im Preis der Mobilität enthalten sind hingegen Ausgaben für Benzin, Billette oder Versicherungen sowie Infrastruktur oder Unterhalt. Mit 9,7 Milliarden Franken verursacht nach wie vor der motorisierte Individualverkehr den grössten Teil der externen Kosten. Dahinter folgen Flugverkehr (1,5 Milliarden) und Schienenverkehr (1,1 Milliarden).

Leicht zugenommen haben auch die externen Nutzen des Fuss- und Veloverkehrs. Sie belaufen sich 2018 auf 1,4 Milliarden Franken, wie es weiter heisst. Dazu zählen Kosten, die dank körperlicher Betätigung für das Gesundheitswesen und die Unternehmen vermieden werden. Gemäss dem ARE sind vor allem die externen Nutzen beim Fussverkehr grösser als deren Kosten, die hauptsächlich wegen Unfällen entstehen. «Diese Form der Mobilität sollte daher verstärkt gefördert werden», zieht das ARE Fazit. (abi)