Mangelware
Die Schweiz muss erneut mehr Butter importieren

Auch 2021 dürfte die einheimische Butterproduktion nicht reichen, um die Nachfrage zu decken. Der Bund hat einer Erhöhung des Importkontingents auf 1000 Tonnen zugestimmt.

Merken
Drucken
Teilen
Einheimische Butter ist in der Coronakrise zur Mangelware geworden. (Symbolbild)

Einheimische Butter ist in der Coronakrise zur Mangelware geworden. (Symbolbild)

Keystone

Mit der Coronakrise ist die Nachfrage nach einheimischen Milchprodukten stark gestiegen. Die hohen Absatzmengen von Butter im Schweizer Detailhandel halten auch dieses Jahr weiter an, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Dienstag mitteilte. Das inländische Angebot reiche erneut nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Mit der zusätzlichen Importmenge von 1000 Tonnen solle die Versorgung wenn möglich bis Ende Jahr sichergestellt werden.

Weil wesentlich mehr Milch zu Käse und anderen Milchprodukten verarbeitet wird, bleibt weniger Schweizer Milch für die Butterherstellung übrig, so das BLW. Die Branche rechne zwar damit, dass die inländische Butter erst im Herbst zur Mangelware wird. Dennoch hat das Bundesamt einer Erhöhung der Importe zugestimmt, um dem Handel und den Verarbeitungsbetrieben zu ermöglichen, jederzeit auch Schweizer Butter im Angebot zu haben oder zu verarbeiten. (agl)