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Die Schweizer Luftwaffe kann jetzt auch in der Nacht

Ab Silvester verfügt die Schweiz rund um die Uhr über eine Luftpolizei. Neu stehen jederzeit zwei Jets bereit, die innert 15 Minuten einsatzbereit sind. Das kostet jährlich 30 Millionen Franken.

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Schweizer F/A-18 beim Nachtflugtraining in Norwegen: Ab Silvester stehen rund um die Uhr zwei Jets für die Luftpolizei bereit.

Schweizer F/A-18 beim Nachtflugtraining in Norwegen: Ab Silvester stehen rund um die Uhr zwei Jets für die Luftpolizei bereit.

Keystone

(wap) In der Silvesternacht steht der Luftpolizeidienst der Schweizer Armee: Rechtzeitig zur Neujahrsfeier hat die Luftwaffe ihr Projekt «LP 24» abgeschlossen. Damit sind rund um die Uhr zwei bewaffnete Kampfflugzeuge einsatzbereit, die bei Bedarf innert 15 Minuten starten können, um gegen unerlaubte oder gefährliche Bewegungen im Schweizer Luftraum vorzugehen. Für den Vollausbau seien 100 neue Stellen geschaffen worden, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung der Armee. Die Mehrkosten beziffert sie mit 30 Millionen Franken pro Jahr.

Die 24-Stunden-Überwachung geht zurück auf eine Motion des damaligen Ständerats Hans Hess (FDP/OW). Er hatte diese 2009 eingereicht. Das Anliegen hatte 2014 Fahrt aufgenommen, als die französische Armee mit zwei Mirages 2000 über Genf eingreifen musste, um ein entführtes äthiopisches Flugzeug zu begleiten. Die Schweizer Luftwaffe war damals nur zu Bürozeiten einsatzfähig. Bundesrat Ueli Maurer versprach Besserung.

Die Luftwaffe habe das Projekt nun termingerecht umgesetzt, heisst es in einer am Dienstag von der Armee versandten Mitteilung. Gestartet war das es 2016 mit der Ausdehnung der Einsatzbereitschaft auf 50 Wochen im Jahr, in denen jeweils zwei Jets zwischen 8 und 18 Uhr klargemacht wurden. 2017 wurde diese Präsenz ganzjährig. Seit 2019 stehen die Jets durchgängig von 06.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Einsatz.

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