Landwirtschaft
Weniger Glyphosat ist möglich: Bundesrat sieht sich in Stossrichtung bestärkt

Landwirte setzen immer weniger das Herbizid Glyphosat ein. Gut so, findet der Bundesrat. Allerdings zeigt ein neuer Bericht, dass die Alternativen ebenfalls Nachteile haben.

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Glyphosat ist ein effektives – aber umstrittenes – Mittel, um Unkraut zu vernichten. (Symbolbild)

Glyphosat ist ein effektives – aber umstrittenes – Mittel, um Unkraut zu vernichten. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Der Verkauf von Glyphosat ist hierzulande in den letzten zehn Jahren um 63 Prozent gesunken. Diese Entwicklung möchte der Bundesrat weiter fördern, wie er in einem am Freitag verabschiedeten Bericht bekräftigt. Auslöser für den Bericht war ein Postulat aus dem Parlament. Die Reduktion des Glyphosat-Einsatzes sei möglich und in vielen Bereichen bereits umgesetzt, argumentiert der Bundesrat. Allerdings bestünden weitere Potenziale, die noch besser genutzt werden könnten. In nicht-erosionsgefährdeten Ackerbaugebieten könnte der Boden mechanisch bearbeitet und so vom Unkraut befreit werden.

Der Bericht zeigt jedoch auch, dass die Alternativen zu Glyphosat ebenfalls Nachteile haben können. Sie erhöhten die Gefahr der Bodenerosion, verursachten höhere Produktionskosten, einen erhöhten Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Auch die Kontrolle mehrjähriger Unkräuter wird mit diesen Verfahren erschwert. Der Bericht kommt deshalb zum Schluss, dass es Flächen gebe, bei denen ein Verzicht auf Glyphosat noch nicht angezeigt sei.