Landwirtschaft
Sozialversicherung: Ständerat befasst sich mit besserem Schutz für Bäuerinnen

Die Schweizer Bäuerinnen sollen besser vor Risiken bei Krankheit, Unfall oder Invalidität geschützt werden. Dazu muss der Sozialversicherungsschutz angepasst werden. Nun befasst sich eine Ständeratskommission damit.

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Werden Bäuerinnen künftig besser vor Risiken bei Krankheit, Unfall oder Invalidität geschützt? Mit dieser Frage setzt sich der Ständerat auseinander.

Werden Bäuerinnen künftig besser vor Risiken bei Krankheit, Unfall oder Invalidität geschützt? Mit dieser Frage setzt sich der Ständerat auseinander.

Keystone

(abi) Der Bundesrat soll das Landwirtschaftsgesetz zum Schutz der Bäuerinnen anpassen. Das verlangt eine Motion, mit der sich der Ständerat am Donnerstag befasst hat. Noch wollte er aber nicht materiell darüber befinden, sondern wies den Vorstoss seiner Kommission zur Vorprüfung zu. Zuerst sollen noch offene Fragen geklärt werden.

Ziel ist es, den Sozialversicherungsschutz von auf dem Betrieb mitarbeitenden Ehegattinnen und -gatten zu verbessern. Damit sollen Risiken bei Krankheit, Unfall oder Individualität möglichst reduziert werden. Konkret geht es um die Einführung eines Mindestschutzes gegen Verdienstausfall und eine verbesserte Altersvorsorge.

Falle ein Ehepartner länger auf dem Hof aus, müsse zudem oft auf teure externe Arbeitskräfte zurückgegriffen werden, argumentierte Johanna Gapany (FDP/FR) in ihrem Vorstoss. Nur ein ausreichender Schutz gegen die finanziellen Folgen eines solchen Risikos könne sicherstellen, dass die Bauernfamilien ihr Einkommen halten könnten.

Eigentlich hat der Bundesrat dieses Anliegen in die Vorlage zur Agrarpolitik 2022+ aufgenommen und eine entsprechende Gesetzesgrundlage vorgeschlagen. Jedoch haben sowohl der Stände- als auch der Nationalrat die Beratung der Vorlage sistiert. Deshalb soll nun eine separate Vorlage den Sozialversicherungsschutz verbessern.