Landwirtschaft
Schweizer Winzer haben 2020 weniger Trauben geerntet – dafür in Top-Qualität

Die Schweizer Weinernte betrug 2020 knapp 84 Millionen Liter. Das ist zwar die zweitkleinste Menge der letzten zehn Jahre. Die Qualität der Trauben verspricht dafür einen Top-Jahrgang.

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Die Weinlese hat letztes Jahr in vielen Regionen ungewöhnlich früh begonnen. (Symbolbild)

Die Weinlese hat letztes Jahr in vielen Regionen ungewöhnlich früh begonnen. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Die Weinernte 2020 liegt knapp 15 Prozent tiefer als im Vorjahr und 13 Prozent unter dem zehnjährigen Mittel. Dies teilt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Montag mit. Noch tiefer als letztes Jahr war die Weinernte nur 2017. Damals hatte der Frost den Reben stark zugesetzt. Auch letztes Jahr folgte nach einem idealen Frühling eine nasskalte Witterung in der Hauptphase der Blüte, welche laut BLW insbesondere im Kanton Graubünden für grosse Ertragseinbussen sorgte.

Für die letztjährige Traubenqualität mit guter Aromatik und hohem Zuckergehalt war laut Bundesamt für Landwirtschaft insbesondere der heisse und trockene Sommer verantwortlich. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, führte dies zu kleineren, saftärmeren Traubenbeeren. Schliesslich startete die Weinlese 2020 vielerorts ungewöhnlich früh, in einigen Regionen sogar drei Wochen früher als in anderen Jahren.

Zudem schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft, dass das Erntepotenzial im letzten Jahr durch eine Reduktion der Maximalerträge angepasst worden sei. Dies aufgrund des verlangsamten Weinabsatzes durch die Covid-19-Massnahmen. Mit einem Minus von 8 Hektaren blieb die Rebfläche 2020 gegenüber dem Vorjahr laut BWL jedoch praktisch unverändert bei insgesamt 14'696 Hektaren.