Landwirtschaft
EU-Preisdumping: Bundesrat verlängert Mindestgrenzschutz für Zucker

Weil die EU ihre Zuckerproduktion ausgebaut hat, unterstützt die Schweiz hiesige Rübenproduzenten finanziell. Damit nun keine Lücke bis zur Einführung des neuen Gesetzes entsteht, hat der Bundesrat das heutige Regime verlängert.

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Das Preisdumping der EU macht Schweizer Rübenproduzenten das Leben schwer. (Symbolbild)

Das Preisdumping der EU macht Schweizer Rübenproduzenten das Leben schwer. (Symbolbild)

Keystone

2017 hat die Europäische Union die Zuckerproduktion liberalisiert. Seither ist sie von einer Nettoimporteurin zur Zucker-Exporteurin mutiert. Dadurch gerieten auch die Schweizer Rübenproduzenten unter Druck, der Preis für Zucker sank. Die Frankenstärke verschärfte die Situation zusätzlich. Ein Jahr später reagierte der Bundesrat. Er hob die Einzelkulturbeiträge pro Hektare von 300 auf 2100 Franken an und führte einen Mindestgrenzschutz für Zucker von 70 Franken pro Tonne ein. Die befristete Massnahme läuft dieses Jahr aus.

Zwar hat das Parlament bereits reagiert. In der Herbstsession beschloss es, die beiden Unterstützungsmassnahmen bis 2026 zu verlängern. Damit bis zur Inkraftsetzung der Gesetzesrevision keine Lücke entsteht, hat der Bundesrat nun am Mittwoch den Mindestgrenzschutz bis Ende Februar 2022 verlängert. (rwa)

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