Landwirtschaft
Dem Gala-Apfel solls an den Kragen: Bundesrat will robustere Sorten fördern

Robuste Obst- und Gemüsesorten benötigen einen geringeren Einsatz von Pestiziden und Fungiziden als der beliebte Gala-Apfel oder Rapsöl. Der Bundesrat will den Anbau robuster Sorten deshalb fördern.

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Nicht alle Äpfel sind gleich anfällig für Krankheiten. Der Bundesrat will bei der Züchtung vermehrt auf robustere Sorten setzen. (Symbolbild)

Nicht alle Äpfel sind gleich anfällig für Krankheiten. Der Bundesrat will bei der Züchtung vermehrt auf robustere Sorten setzen. (Symbolbild)

Keystone

Im Frühling hat die Schweiz einen Absenkpfad für Pestizide in der Landwirtschaft beschlossen. Beliebte Sorten wie der Gala-Apfel geraten deshalb nun in Bedrängnis. Der Bundesrat hat am Mittwoch eine Motion zur Annahme empfohlen, die vermehrt ältere und robustere Obst- und Gemüsesorten fördern will.

Der Vorschlag kommt von Grünen-Nationalrätin Meret Schneider. Neben dem Gala-Apfel bräuchten auch Raps oder Kartoffeln viel Spritzmittel. Robustere Sorten seien weniger anfällig auf Krankheiten und könnten deshalb laut Schneider ein wichtiger Faktor in der Reduktion von Spritzmitteln sein.

Der Bundesrat stimmt dieser Auffassung zu und verweist in seiner Antwort auf bestehende Fördergefässe in der Züchtung, wie etwa die Mittel für den Nationalen Aktionsplan zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Innerhalb des bestehenden Budgets von insgesamt 4 Millionen Franken pro Jahr soll die Förderung robuster Sorten nun stärker priorisiert werden. Nun geht die Motion ins Parlament. (gb)

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