Kurzarbeit
Inspektoren im Homeoffice: Finanzkontrolle «schockiert»

Zu viele Missbräuche, zu wenig Kontrolle: Der Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle Michel Huissoud will das vereinfachte Verfahren für Kurzarbeit aufheben.

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Inspektoren im Homeoffice: Trotz vieler Missbrauchsfälle gebe es kaum Kontrollen, bemängelt die Finanzkontrolle. (Symbolbild)

Inspektoren im Homeoffice: Trotz vieler Missbrauchsfälle gebe es kaum Kontrollen, bemängelt die Finanzkontrolle. (Symbolbild)

Keystone

Er sei schockiert über die Anzahl der Missbrauchsfälle beim Bezug von Kurzarbeitsentschädigung, sagte der Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle Michel Huissoud in einem am Montag von Radio SRF veröffentlichten Interview. «Ich bin schockiert von der Anzahl an Beanstandungen, Fehlern und Missbräuchen», sagte er.

Schockierend sei auch, wie wenig Kontrollen es gebe. Die zuständigen Inspektoren der Arbeitslosenversicherung seien im Homeoffice, so Huissoud. «Das verstehe ich nicht. Die Zollverwaltung ist an der Grenze, die Polizei ist da. In Coop und Migros wird man bedient. Aber bei den Prüfungen vor Ort passiert nichts», sagte Huissoud.

Das vereinfachte Verfahren zum Beantragen von Kurzarbeitsentschädigung sei angesichts des hohen Missbrauchpotenzials und der mangelnden Kontrollen aufzuheben, fordert der EFK-Direktor. (wap)