Konflikte
Schweiz nimmt 1600 Flüchtlinge aus Krisengebieten auf

In den nächsten beiden Jahren wird die Schweiz 1600 Flüchtlinge aus Krisengebieten aufnehmen. Das hat der Bundesrat entschieden. Das Kontingent umfasst zudem weitere 300 Flüchtlinge, die coronabedingt nicht einreisen konnten.

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Beispiel Libanon: In diesem Flüchtlingslager des UNHCR leben viele geflüchtete Menschen aus Syrien. (Archivbild)

Beispiel Libanon: In diesem Flüchtlingslager des UNHCR leben viele geflüchtete Menschen aus Syrien. (Archivbild)

Keystone

Der Bundesrat hat am Mittwoch das Resettlement-Programm für die Jahre 2022 und 2023 genehmigt. In diesem Zeitraum möchte er bis zu 1600 Flüchtlinge aufnehmen, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) in einer Mitteilung schreibt. Das Program sieht vor, dass 90 Prozent der Flüchtlinge Personen sind, die von anhaltenden Konflikten und persönlicher Verfolgung im Nahen Osten und entlang der zentralen Mittelmeerroute betroffen sind.

Das Programm umfasst auch ein Kontingent von bis zu 300 Flüchtlingen, die letztes und dieses Jahr nicht einreisen konnten. Damit trage der Bundesrat den Folgen der Pandemie und dem Schutzbedarf der Flüchtlinge Rechnung, heisst es in der Mitteilung weiter.

Erarbeitet wird das Programm gemeinsam von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden sowie weiteren Organisationen. Für eine Aufnahme müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein. Dazu zählt, dass die Menschen als Flüchtlinge durch das Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) anerkannt wurden. (rwa)

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