Knatsch
Ausserordentliche Session der Reformierten zum Fall Locher

Die Abklärungen im Fall Locher dauern länger als ursprünglich angenommen. Um die Thematik zu behandeln, soll es eine ausserordentliche Session der Synode geben.

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Der Rücktritt des Kirchenbund-Präsidenten Gottfried Locher hängt mit einer Affäre zusammen.

Der Rücktritt des Kirchenbund-Präsidenten Gottfried Locher hängt mit einer Affäre zusammen.

Keystone

(mg) Der Fall Gottfried Locher beschäftigt die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) länger als ursprünglich geplant. Wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst, benötigen die Untersuchungsarbeiten mehr Zeit. Die Analysearbeiten seien «komplex» und die Pandemie «verzögert die Arbeiten». Ende Februar werde voraussichtlich der Untersuchungsbericht der beauftragten Anwaltskanzlei vorliegen und daher könne die eingesetzte Kommission erst später als geplant die Arbeiten «mit der gegebenen Sorgfalt weiterführen».

Da der bisherige Fahrplan dadurch nicht eingehalten werden könne, werde das Synodepräsidium an der Synode im Juni beantragen, eine ausserordentliche Synode für den 5. und 6. September in der BernExpo anzusetzen. Dabei soll die «Thematik» behandelt werden. Gottfried Locher wird vorgeworfen, dass er in mehreren Fällen seine Macht ausgenutzt habe, um Frauen auch gegen deren Willen nahe zu kommen.