Klimatreffen
Schweiz will weltweit griffige Regeln beim Klimaschutz

Vor der 26. UN-Klimakonferenz fand in Mailand ein Klimatreffen zur Vorbereitung statt. Bundesrätin Simonetta Sommaruga setzte sich für griffige Regeln bei der Umsetzungen des weltweiten Klimaschutzes ein.

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Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Jeanne d‘Arc Mujawamariya, Umweltministerin von Ruanda, haben einen Spezialauftrag gefasst.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Jeanne d‘Arc Mujawamariya, Umweltministerin von Ruanda, haben einen Spezialauftrag gefasst.

Twitter/Simonetta Sommaruga

Die 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) findet Anfang November in Glasgow statt. Thema ist die Umsetzung des 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommens. Als Vorbereitung haben sich ausgewählte Staaten vergangene Woche in Mailand getroffen und politische Lösungsansätze für die offenen Verhandlungspunkte der COP26 besprochen – darunter auch die Schweiz.

Bundesrätin Sommaruga habe mehrere bilaterale Gespräche geführt, teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Sonntag mit. Unter anderem sprach sie mit dem US-Sonderbeauftragten für Klimaschutz, John Kerry, über konsequente Klimaschutzmassnahmen.

Emissionsreduktionen nicht doppelt anrechnen

Für die Schweiz ein wichtiges Thema ist die Anrechnung von Emissionsreduktionen, die ein Land mit Klimaschutzprojekten im Ausland erzielt. Dieses sollen nicht doppelt angerechnet werden können – nämlich einmal dem Geber und einmal dem Empfängerland. Können sich zwei Länder die gleichen Emissionsverminderungen anrechnen lassen, halbiert das die Bestrebungen für den Klimaschutz. Glasgow dürfe aber nicht für halbe Sachen im Klimaschutz stehen, wird die Bundesrätin in der Mitteilung zitiert. Diese Haltung vertrat sie in verschiedenen Gesprächen.

Ein weiteres Thema war die effiziente und gerechte Finanzierung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern. Die Schweiz erwarte, dass alle Staaten nach ihren Möglichkeiten jene Länder unterstützen, die vom Klimawandel besonders betroffen seien.

Zudem ist für die Schweiz wichtig, für welche Zeitdauer die Länder ihre Klimaziele formulieren. Bundesrätin Sommaruga erhielt zusammen mit Jeanne d‘Arc Mujawamariya, der Umweltministerin von Ruanda, diesbezüglich einen Auftrag: Sie sollen einen gemeinsamen Zeitrahmen für die Klimaziele finden, auf den sich alle Länder einigen können. (abi)

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