Klimajugend
Protestcamp gegen Holcim: Zwei Aktivisten harren weiter auf Baum aus

Die beiden verbleibenden Umweltaktivisten auf dem Hügel Mormont in der Waadt zeigen sich unbeirrt. Die Polizei versucht vergeblich, sie zur Aufgabe zu bewegen. Die Verhandlungen dauern an.

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Hängematte in luftiger Höhe: Auch letzte Nacht harrten die beiden letzten Aktivisten aus.

Hängematte in luftiger Höhe: Auch letzte Nacht harrten die beiden letzten Aktivisten aus.

Keystone

(rwa) Die Polizei hatte das Protestcamp auf dem Hügel Mormont bei Eclépens in der Waadt am Dienstag geräumt. Vertreter der Klimajugend besetzten das Gelände, um so dessen Abtragung für die Zementproduktion zu verhindern. Doch noch immer befinden sich zwei Aktivisten auf dem Areal. Sie weigern sich weiterhin, von einem Baum herunterzukommen.

Die Polizei verhandle seit Donnerstagabend mit den beiden Personen, teilten die Waadtländer Behörden am Freitag mit. Die Besetzer könnten jederzeit mit ihrer Kletterausrüstung absteigen, betont die Polizei. Die Gespräche würden nun fortgesetzt. Die Aktivisten hatten die Nacht in ihren Hängematten verbracht. Die Polizei versorgte sie mit Wasser.

Protest gegen LafargeHolcim

Die Besetzer hatten auf dem rund 600 Meter hohen Hügel während fünf Monaten eine «zu verteidigende Zone» besetzt. Damit wollten sie die Abtragung des Hügels durch die Firma LafargeHolcim verhindern. Diese will dort Kalkstein zur Produktion von Zement gewinnen.

Der Mormont ist im Bundesinventar für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung eingetragen und gilt als bedeutende archäologische Fundstätte. Widerstand gegen den Kalkabbau in dem Gebiet kommt auch von Umweltverbänden. Diese haben Beschwerde erhoben und sind nach abschlägigen Entscheiden der kantonalen Gerichte ans Bundesgericht gelangt. Der letztinstanzliche Entscheid steht noch aus.