Kein Verständnis
Mitte-Präsident Gerhard Pfister verurteilt Proteste gegen Zertifikatspflicht

In einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen übt Mitte-Präsident Gerhard Pfister heftige Kritik an den Demonstrationen gegen die Zertifikatspflicht – und der SVP.

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Gerhard Pfister sieht die Krise als «Stunde der Exekutive» und will das Vertrauen in die Institutionen stärken.

Gerhard Pfister sieht die Krise als «Stunde der Exekutive» und will das Vertrauen in die Institutionen stärken.

Keystone

Eine grosse schweigende Mehrheit stehe hinter den Massnahmen des Bundesrates und sei bereit, Einschränkungen zu akzeptieren, sagte Mitte-Präsident Gerhard Pfister in einem am Samstag erschienen Interview mit den Tamedia-Zeitungen: «Diese schweigende Mehrheit wird dem Covid-Gesetz zum Durchbruch verhelfen.» Für die Demonstrationen gegen die Zertifikatspflicht hat Pfister kein Verständnis: Andersdenkende würden beschimpft, ein Teil der Demonstranten sei ausserdem gewaltbereit, so Pfister.

Es sei zwar erlaubt, die Regierung zu kritisieren, die Krise sei aber die Stunde der Exekutive. Die Aufgabe eines Parlamentariers sei es dann, das Vertrauen in die Institutionen zu stärken. Pfister befürchtet eine populistische «Unkultur», die demokratische Spielregeln missachte. Die Schweiz sei das einzige Land, in dem eine Regierungspartei mitten in der Pandemie Opposition mache, kritisierte er seine politischen Gegenspieler von der SVP. (wap)

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