Jugendschutz
Zigaretten: Kommission will Werbung in Zeitungen einen Riegel schieben

Werbung für Tabakprodukte sind in Printmedien und auch auf Internetseiten generell zu verbieten. Die Gesundheitskommission des Ständerates hält an ihren Entscheiden fest.

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Ein Bild aus alten Tagen: Der «Marlboro Man» ist als Werbefigur bis heute Kult. (Archivbild)

Ein Bild aus alten Tagen: Der «Marlboro Man» ist als Werbefigur bis heute Kult. (Archivbild)

Keystone

(rwa) Seit Jahren ringt die Politik um ein neues Tabakproduktegesetz. Die vom Bundesrat geplanten Werbeverbote für Zigaretten und Co. hatten vor drei Jahren dazu geführt, dass eine Gesetzesrevision am Widerstand des Parlaments scheiterte. Nun haben sich National- und Ständerat in einer ersten Runde auf die Eckwerte des neuen Gesetzes geeinigt.

Dabei zeigte sich, dass die kleine Kammer bei den Werbeverboten weiter gehen möchte und die Vorlage des Bundesrates verschärfte. Die ständerätliche Gesundheitskommission hält nun an ihrem früheren Entscheid fest, Werbung für Tabakprodukte in Printmedien und auch auf Internetseiten generell zu verbieten. Der Beschluss fiel mit 8 zu 5 Stimmen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Der Nationalrat hatte diese Verschärfung letzten Dezember abgelehnt. Werbung soll an Orten weiterhin erlaubt sein, die nicht für Minderjährige bestimmt sind. Das sei ein Mittelweg zwischen Jugendschutz und dem Umstand, dass es sich um ein legales Produkt handle, argumentierte die bürgerliche Seite im Rat. Nach dem Willen des Nationalrates sollte dafür Werbung für Tabakprodukte sowohl in Kinos als auch im öffentlichen Raum weitgehend verboten werden.