Jahresrechnung
55 Millionen Franken: Stadt Zürich erzielt im Coronajahr doppelt so viel Gewinn wie erwartet

Die Coronapandemie belastet die Jahresrechnung 2020 der Stadt Zürich mit rund 172 Millionen Franken. Trotzdem verzeichnet sie einen deutlichen Ertragsüberschuss.

Dario Pollice
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Die Zürcher Stadtregierung kann auf eine positive Erfolgsrechnung 2020 zurückblicken. (Symbolbild)

Die Zürcher Stadtregierung kann auf eine positive Erfolgsrechnung 2020 zurückblicken. (Symbolbild)

Keystone

Von der Coronakrise ist bei der Erfolgsrechnung der Stadt Zürich keine Spur in Sicht: sie schliesst 2020 mit einem Plus von 54,6 Millionen Franken ab. Damit fällt der Gewinn doppelt so hoch aus, wie erwartet. Ursprünglich budgetiert war ein Überschuss von 27,1 Millionen Franken, wie die Stadtkanzlei am Dienstag bekanntgibt.

Zum deutlichen Plus hätten unter anderem ein besseres Ergebnis beim Finanz- und Lastenausgleich und Wertberichtigungen beigetragen sowie Buchgewinne von Liegenschaften. Zudem habe der überwiegende Tel der Dienstabteilungen besser abgeschlossen als budgetiert und nicht alle coronabedingten Nachtragskredite hätten voll ausgeschöpft werden müssen.

Pandemie schlägt mit 172 Millionen zu Buche

Die Stadt Zürich nahm im vergangenen Jahr 2,974 Milliarden Steuern ein. Das sei 39,8 Millionen Franken weniger als budgetiert, heisst es. Aber auch die Nettoinvestitionen gingen mit 919,4 Millionen gegenüber 1,1 Milliarden im Vorjahr zurück.

Insgesamt belaufen sich die finanziellen Auswirkungen der Coronapandemie auf 172 Millionen. Zwar könnten sich die weiteren Auswirkungen der Pandemie deutlicher auf den Finanzhaushalt der kommenden Jahre niederschlagen, wie der Finanzdirektor Daniel Leupi in der Mitteilung ausführt. Allerdings habe die Stadt mit dem soliden Eigenkapital und den erneut reduzierten langfristigen Schulden «die Substanz, um die erforderlichen Ausgaben finanzieren und von der Krise Betroffene unterstützen zu können», so der Finanzvorsteher weiter.

Für die Jahre 2021 bis 2024 sieht der städtische Finanz- und Aufgabenplan gemäss Mitteilung zurzeit jährliche Defizite in der Höhe zwischen 185,4 Millionen und 241,3 Millionen Franken vor.