Informations- und Kommunikationstechnik
Digitalisierungsoffensive: Swico will Schweiz fit machen

Der Schweizer ICT-Verband Swico zeigt in einem Zehn-Punkte-Programm auf, wie die Schweiz der Digitalisierung begegnen soll, um sich als wettbewerbsfähig und fortschrittlich zu positionieren.

Alice Guldimann
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Lebenslanges Lernen wird eine immer grössere Rolle spielen. (Symbolbild)

Lebenslanges Lernen wird eine immer grössere Rolle spielen. (Symbolbild)

Keystone

Die Coronakrise hat gezeigt, dass die Schweiz in Sachen Digitalisierung noch einige Lücken hat. Swico, der Verband der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT), möchte nun mit einem Zehn-Punkte-Programm aufzeigen wie die Schweiz das digitale Potenzial am besten nutzen kann. Denn die Digitalisierung habe das Potenzial, fundamentale Umwälzungen und wesentliche Verbesserungen für die Menschheit herbeizuführen, schreibt der Verband in einem am Donnerstag publizierten Bericht.

Darin stellt er auch entsprechende Forderungen an die Politik. So sollen Regierungen und Verwaltungen das Vertrauen der Bevölkerung in digitale Instrumente stärken und eine Vorbildrolle übernehmen. Die Digitalkompetenzen der Bundesverwaltung, aber auch der Kantons- und Gemeindeverwaltungen, müssen laut Swico «dringend» verbessert und ausgebaut werden. Zudem brauche es einen flächendeckenden Ausbau von E-Government, wozu auch eine elektronische Identifizierung gehöre. Auf allen Ebenen soll der sich jedoch Staat jedoch in «äusserster Zurückhaltung bei der Datensammlung von Privaten» üben.

Digitalisierung führt zu lebenslangem Lernen

Einen gemeinschaftlichen Effort braucht es laut der Publikation auch bei der Cybersicherheit. «Die Schweiz muss sich für einen sicheren und vertrauenswürdigen Cyberraum einsetzen und kritische Infrastrukturen schützen.» Für eine sichere und effiziente Infrastruktur müsse gemäss Swico zudem der 5G-Ausbau beschleunigt und entsprechende «ideologische Hürden» abgebaut werden.

Bereits an den Schulen ist es laut Swico wichtig, dass technische Grundkompetenzen vermittelt werden. Neben Mathematik gehörten auch Informations- und Kommunikationstechnologie oder Programmieren in die Lehrpläne. Doch mit dem schnellen Wandel in der Digitalisierung wird das Lernen auch nach der Schule weiter eine grosse Rolle spielen. «Die Halbwertszeit von Wissen verkürzt sich mit jeder Generation», schreibt Swico. Lebenslanges Lernen müsse deshalb in allen Altersklassen und Branchen systematisch gefördert werden.