Grosseinsatz
Corona-Proteste in Bern: Dieses Mal stoppte die Polizei die Demonstranten

Am Donnerstagabend hat ein Demonstrationszug erneut versucht, zum Bundeshaus zu gelangen. Die Polizei unterband die Proteste mit einem Grossaufgebot.

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Sollte sich nicht wiederholen: Demonstranten am 16. September vor dem abgesperrten Bundeshaus.

Sollte sich nicht wiederholen: Demonstranten am 16. September vor dem abgesperrten Bundeshaus.

Keystone

Obwohl die Stadt Bern die Kundgebung nicht bewilligt hatte, fanden sich am Donnerstagabend erneut zahlreiche Leute in Bern ein, um gegen die Coronapolitik des Bundesrates zu protestieren. Dieses Mal verhinderte die Kantonspolizei Bern aber ein Vordringen in die Innenstadt und zum Bundeshaus, wie sie am selben Abend mitteilte. Dabei verhaftete sie 31 Personen, darunter eine Gruppe von Treichlern. 50 Personen erhielten eine Wegweisung.

Polizei verhindert erneute Corona-Demo vor dem Bundeshaus mit Grossaufgebot.

Video: CH Media

Die Polizei habe mit einem «grösseren Aufgebot» auf die «zunehmend aggressive Stimmung» an den donnerstäglichen Protesten reagiert, heisst es in der Mitteilung. Nachdem die Polizei den Demonstrationszug noch vor der Innenstadt gestoppt hatte, versuchte dieser, über die Kleine Schanze zum Bundeshaus zu gelangen. Dort setzte die Polizei Reizstoffe ein. Zurück am Bahnhof liess die Polizei die Demonstrierenden weitgehend unbehelligt, um Unbeteiligte nicht zu gefährden.

Insgesamt wurden laut Polizeiangaben 50 Personen weggewiesen und 31 Personen verhaftet. Dazu gehörte eine Gruppe von Treichlern, die vom Bärengraben über die Nydeggbrücke in Richtung Innenstadt vorstossen wollte. (wap)

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