Gleichberechtigung
Equal Pay Day: Lohngleichheit kommt schleppend voran

Der Equal Pay Day macht auf die Lohnschere zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Bei der Lohngleichheit gehe es nur langsam vorwärts, moniert der Arbeitnehmerverband Travail Suisse.

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Travail Suisse bemängelt das langsame Tempo bei der Lohngleichheit. (Symbolbild)

Travail Suisse bemängelt das langsame Tempo bei der Lohngleichheit. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Bis zum 20. Februar haben die Frauen unentgeltlich gearbeitet, zumindest wenn es nach dem Aktionstag Equal Pay Day geht. Dieser markiert seit 2009 den Tag im Jahr, an dem die Frauen denselben Lohn verdient haben, wie Männer in der gleichen Position und Funktion bereits Ende Jahr verdient haben.

Während der Equal Pay Day von Business and Professional Women Switzerland bei seiner Einführung 2009 auf den 15. März datierte, fällt er in diesem Jahr auf den 20. Februar. Travail Suisse zeigt sich über die Vorverlegung erfreut, doch insgesamt bewege sich die Lohngleichheit immer noch im «Schneckentempo», wie der Verband in einer Mitteilung schreibt.

«Wir beobachten mit Sorge die Entwicklung des diskriminierenden Teils der Lohnunterschiede», lässt sich Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail Suisse, zitieren. Damit meint sie den Anteil des Lohnunterschieds, der sich nicht durch objektive Kriterien erklären lässt.

Seit dem letzten Jahr müssen Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitenden ihre Löhne unter dem Gesichtspunkt der Gleichstellung analysieren. So sieht es das Gleichstellungsgesetz vor. Dazu hat der Travail Suisse die Webseite www.respect8-3.ch aufgeschaltet, auf der sich Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden melden können, sobald sie die Lohngleichheitsanalyse durchgeführt haben. Die Website hebt aber auch Firmen hervor, die ihrer gesetzlichen Verpflichtung nicht nachgekommen sind.