Gesundheitswesen
Coronavirus: Bundesrat verlängert erneut Aufgebot für Zivilschutz

Das Gesundheitswesen ist auch in den nächsten Monaten auf Unterstützung angewiesen. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, das Aufgebot für den Zivilschutz bis Ende Oktober ein weiteres Mal zu verlängern. Zum Einsatz soll dieser in Impfzentren kommen.

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Zivilschützer sind zum Beispiel in Luzern im Einsatz. Ihre Unterstützung in der Coronapandemie wird auch in den nächsten Monaten gefragt sein.

Zivilschützer sind zum Beispiel in Luzern im Einsatz. Ihre Unterstützung in der Coronapandemie wird auch in den nächsten Monaten gefragt sein.

Keystone

Letzten November hatte der Bundesrat ein Kontingent von 500'000 möglichen Diensttagen für den Zivilschutz bewilligt. Hintergrund war, dass wegen der Pandemie vermehrt Kantone mit Unterstützungsgesuchen an den Zivilschutz herangetreten waren. Dieser Bedarf wird auch in den nächsten Monaten bestehen bleiben. Der Zivilschutz sei in vielen Kantonen beim Betrieb von Impfzentren und mobilen Impfequipen eingebunden, argumentiert der Bundesrat.

Er hat deshalb am Mittwoch beschlossen, das bis Ende Juni befristete Aufgebot des Zivilschutzes bis Ende Oktober zu verlängern. Dieser Entscheid liege in nationalem Interesse, heisst es in einer gleichentags versandten Mitteilung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz. Pro Woche kämen nach wie vor rund 1000 Zivilschutzangehörige zum Einsatz. Die Diensttage werden über den früheren Nachtragskredit von neun Millionen Franken finanziert. Seit Beginn der Pandemie hat der Zivilschutz bereits 510'000 Diensttage geleistet. Im Rahmen des zweiten Aufgebots bis Ende Juni kommen rund 190'000 dazu. (rwa)