GESUNDHEIT
Long Covid: Bundesrat muss Bericht zur Finanzierung der Behandlung liefern

Wer an Corona erkrankt, kann noch Monate nach dem Abklingen der Krankheit an Symptomen leiden. Zu diesen Langzeitfolgen muss der Bundesrat nun einen Bericht ausarbeiten.

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Über schwere Verläufe wird überall viel berichtet – über die Spätfolgen weniger. (Symbolbild)

Über schwere Verläufe wird überall viel berichtet – über die Spätfolgen weniger. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Wie schwerwiegend manche Krankheitsverläufe mit dem Coronavirus sein können, zeigen Bilder und Videos aus den Intensivstationen dieser Welt. Weniger sichtbar sind dagegen jene Menschen, die mit den Langzeitfolgen leben müssen. Gemäss einer Studie in der Wissenschaftszeitung «The Lancet» haben drei Viertel aller wegen Corona hospitalisierten Personen auch sechs Monaten später noch mindestens ein Symptom. Zwei Drittel leiden an Erschöpfung und Muskelschwäche.

Handlungsbedarf sieht nun auch der Ständerat. Er hat am Montag ein Postulat seiner Gesundheitskommission verabschiedet. Der Bundesrat muss einen Bericht zu Long Covid ausarbeiten. Konkret soll er aufzeigen, mit welchen Massnahmen die Behandlung und Therapie von Patienten mit Langzeitfolgen von Corona gewährleistet werden kann. Darlegen soll er auch, wie Behandlungs- und Therapieprogramme für Betroffene finanziert werden können.

Der Bundesrat stellte sich gegen das Ansinnen. Er nehme die Langzeitfolgen bei einer Coronainfektion sehr ernst, betont er. Dennoch erachtet er einen Bericht als wenig zielführend. Laufende Studien könnten das Anliegen besser erfüllen. Nun muss er trotzdem einen Bericht liefern.