GESELLSCHAFT
Externe Kinderbetreuung: Bundesrat will Kredit fast verdoppeln

Das Geld für das Förderprogramm für Krippen und Tagesschulen reicht nicht aus. Nun will der Bundesrat den Kredit um 80 Millionen Franken erhöhen. Dies soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern.

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Kitas und Tagesschulen belasten das Familienbudget von Eltern hierzulande über Gebühr. (Symbolbild)

Kitas und Tagesschulen belasten das Familienbudget von Eltern hierzulande über Gebühr. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Der Bund kann seit 2018 Kantone und Gemeinden unterstützen, wenn diese für Eltern die Kosten für externe Kinderbetreuung senken. Ausserdem kann er Projekte fördern, mit denen Betreuungsangebote besser auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern ausgerichtet werden. Die Nachfrage nach den Finanzhilfen ist jedoch so hoch, dass der einst gesprochene Kredit von 100 Millionen Franken nicht ausreicht.

Am Freitag hat der Bundesrat nun beschlossen, dem Parlament eine Erhöhung des Kredits um weitere 80 Millionen Franken zu beantragen. Die Landesregierung will den ursprünglichen vom Parlament bewilligten Kredit also beinahe verdoppeln. Damit könnten alle Gesuche bewilligt und eine Gleichbehandlung aller Kantone gewährleistet werden, schreibt das Bundesamt für Sozialversicherungen in einer Mitteilung.

Für den Bundesrat ist die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit eines der obersten familienpolitischen Ziele. Angesichts der tiefen Subventionen der öffentlichen Hand seien die Betreuungskosten für erwerbstätige Eltern hierzulande hoch und würden die Familienbudgets überdurchschnittlich belasten, konstatiert der Bundesrat. Die Senkung der Betreuungskosten erachtet er deshalb als effektives Instrument, die Vereinbarkeit zu fördern und den Fachkräftemangel zu bekämpfen.