Gesellschaft
Besser verständlich: IV soll einfacher kommunizieren

Die Kommunikation der Invalidenversicherung (IV) soll verständlicher werden. Das Parlament will, dass die Verfügungen mit Erklärungen in leichter Sprache ergänzt werden.

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Nicht alle IV-Stellen kommunizieren gleich verständlich mit ihren Versicherten. Das soll sich nun ändern. (Symbolbild)

Nicht alle IV-Stellen kommunizieren gleich verständlich mit ihren Versicherten. Das soll sich nun ändern. (Symbolbild)

Keystone

Personen, die mit der IV in Kontakt stehen, kennen das Problem: Mitteilungen sind teilweise so kompliziert formuliert, dass sie von Nichtjuristen fast oder gar nicht verstanden werden. «Solche Kommunikationsprobleme sind unnötig», fand Nationalrat Beat Flach (GLP/AG) und lancierte eine Motion, um IV-Verfügungen mit leichter Sprache zu ergänzen. Nach dem National- gab am Montag auch der Ständerat grünes Licht. Der Auftrag geht damit an den Bundesrat, der mit dem Vorstoss einverstanden war.

Konkret soll der Bund seine Zielvereinbarungen mit den kantonalen IV-Stellen ergänzen. Entscheide und Mitteilungen sollen künftig so kommuniziert werden, «dass zumindest die Kernbotschaft des Entscheids von durchschnittlichen versicherten Personen verstanden wird», heisst es in der Motion. Dazu soll eine Erklärung in leichter Sprache den wesentlichen Inhalt erläutern.

Es existiert bereits ein vom Bund entwickeltes Merkblatt für Behördenbriefe. Darin wird erklärt, wie man persönlich, sachgerecht und verständliche schreiben kann. «Würden sich alle IV-Stellen daran halten, wäre schon sehr viel erreicht», schreibt der Motionär. (abi)

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