Gastrosuisse
Casimir Platzer: «Impfschutz darf kein Zugangskriterium für Restaurants werden»

Gastrosuisse zeigt sich zufrieden mit den vorgeschlagenen Lockerungen des Bundesrates. Gegenüber Impfprivilegien ist der Verbandschef Casimir Platzer allerdings skeptisch eingestellt.

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Casimir Platzer will nicht, dass ein Impfschutz als Zugangskriterium für Restaurants gelten soll.

Casimir Platzer will nicht, dass ein Impfschutz als Zugangskriterium für Restaurants gelten soll.

Keystone

Der Bundesrat stellt für den 31. Mai weitere Lockerungen bei Restaurants in Aussicht. Der Verband Gastrosuisse, der sonst die Massnahmenpolitik der Landesregierung scharf kritisiert hat, zeigt sich für einmal zufrieden. Deren Präsident, Casimir Platzer, ist «glücklich» über den Entscheid des Bundesrats, wie er in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen am Freitag sagt. Gleichzeitig finde er es «unnötig», dass die Gastrobranche noch drei Wochen warten müsse bis zum nächsten Lockerungsschritt.

Nebst den Lockerungsschritten hat der Bundesrat auch erste Impfprivilegien vorgeschlagen: so sollen etwa Genesene und Geimpfte sowohl von der Kontakt- als auch von der Reisequarantäne befreit werden. Über Impfprivilegien im Gastrobereich wird ebenfalls in der Öffentlichkeit diskutiert, doch Casimir Platzer steht diesen skeptisch gegenüber. Jeder müsse selber entscheiden, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht, sagt er im Interview. «Keinesfalls darf ein Impfschutz jedoch Zugangskriterium für Hotels und Restaurants werden.»

Weiter sagte der Verbandschef, dass im Gastgewerbe 2020 über 40’000 Stellen verloren gegangen seien. Dabei seien die Auswirkungen des zweiten Lockdowns in den Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco noch nicht enthalten. «Seither dürften mindestens 10’000 weitere Stellen verloren gegangen sein», so der Gastrosuisse-Präsident. (dpo)