Gästezahlen
Tourismus: Deutlich mehr Logiernächte als im Vorjahr – viele «aber» bleiben

Herr und Frau Schweizer machen Ferien im eigenen Land. Davon profitierten im ersten Halbjahr fast alle Schweizer Ferienregionen. Die ausländischen Gäste blieben aber weiterhin oftmals aus.

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In den meisten Regionen – etwa hier in Luzern – nahm die Anzahl der touristischen Beherbergungen im ersten Halbjahr wieder zu.

In den meisten Regionen – etwa hier in Luzern – nahm die Anzahl der touristischen Beherbergungen im ersten Halbjahr wieder zu.

Bild: Keystone

Auf den ersten Blick ist es ein wahres Wunderwachstum: Gegenüber April 2020 stiegen die touristischen Beherbergungen in der Schweizer Hotellerie im April dieses Jahres um satte 801 Prozent. Doch keine Angst: Es gab nirgends grossen Dichtestress. Der Vergleichsmonat ist jener mit den schärfsten Coronaeinschränkungen. «Bleiben sie Zuhause» statt Ferien.

Doch auch sonst kann der Tourismus insgesamt aufatmen: Im ersten Halbjahr 2021 stiegen die Logiernächte in der Schweizer Hotellerie um 14,3 Prozent. Das bedeutet insgesamt 11,4 Millionen Logiernächte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch mitteilt.

Es ist aber wie schon angedeutet ein Plus mit vielen «aber». Gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 ist es etwa ein satter Rückgang um 39,4 Prozent. Zwar nahm die inländische Nachfrage deutlich zu (+ 3,3 Millionen Logiernächte), dagegen blieben die ausländische Gäste vielerorts immer noch grösstenteils weg (- 1,8 Millionen Logiernächte). Am deutlichsten zeigt sich dieser Einbruch in den Monaten Januar und Februar, da war 2020 Reisen noch grösstenteils möglich. In diesem Jahr kamen in diesen beiden Monaten jeweils 79 Prozent weniger Gäste aus dem Ausland.

Wachstum in den meisten Regionen

10 der 13 Tourismusregionen konnten laut BFS bei den Logiernächten gegenüber dem Vorjahr zulegen. Markant war der Wachstum im Tessin (+172,5 Prozent). Dieser Kanton konnte auch gegenüber 2019 ein Wachstum ausweisen. Die Regionen Jura & Drei-Seen-Land (+56,7 Prozent), Ostschweiz (+39,6 Prozent), Fribourg (+37,2 Prozent) sowie Luzern / Vierwaldstättersee (+33,7 Prozent) verbuchten ebenfalls eine deutlich höhere Logiernächtezahl als im Vorjahr. Einbussen mussten dagegen die Regionen Genf (–30,9 Prozent), Zürich (–23,6 Prozent) und auch Basel (–5,5 Prozent) hinnehmen. (mg)

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