Freiwilliges Engagement
Trotz Corona: 41 Prozent der Bevölkerung leistet Freiwilligenarbeit

Ob im Verein oder in der Betreuung: Im vergangenen Jahr haben sich rund drei Millionen Personen ab 15 Jahren in der Schweiz freiwillig engagiert. Allerdings machte sich Corona bemerkbar.

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Die meisten Freiwilligen engagieren sich in Sportclubs und -vereinen. (Symbolbild)

Die meisten Freiwilligen engagieren sich in Sportclubs und -vereinen. (Symbolbild)

Keystone

Im vergangenen Jahr führten rund 1,2 Millionen Personen eine unbezahlte Tätigkeit in Vereinen, Organisationen oder öffentlichen Institutionen aus, wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Weitere 2,3 Millionen übernahmen informelle Tätigkeiten, für die sie nicht bezahlt wurden. Dazu zählen etwa Nachbarschaftshilfe, Kinderbetreuung oder die Pflege von Verwandten und Bekannten, die nicht im gleichen Haushalt wohnen. Gemäss BFS investieren die freiwillig aktiven Personen durchschnittlich 4,1 Stunden pro Woche für diese Tätigkeit.

Allerdings hatte die Coronapandemie einen negativen Einfluss auf die Freiwilligenarbeit in den Vereinen und Organisationen: Während die Beteiligung zwischen 2010 und 2016 konstant bei rund 20 Prozent der Bevölkerung blieb, ging sie im Jahr 2020 auf rund 16 Prozent zurück. Der Grund: Viele Vereine und Organisationen waren wegen der Corona-Massnahmen stark eingeschränkt.

Die informellen Freiwilligenarbeiten stiegen dagegen zwischen 2016 und 2020 von 31,7 auf 32,5 Prozent leicht an. Lediglich bei den Personen ab 65 Jahren gingen die informellen Hilfeleistungen zurück – ebenfalls wegen Corona. (abi)

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