Frauenstimmrecht
Jubiläums-Verein für Frauenstimmrecht fordert Bundesrat zur Anerkennung von Unrecht auf

Ein Verein aus verschiedenen Frauen der Wirtschaft und Politik fordert vom Bundesrat einen Aktionsplan zur Herstellung der tatsächlichen Gleichstellung. Zudem soll er anerkennen, dass durch die Verweigerung des Frauenstimmrechts Unrecht geschehen ist.

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Frauen können auf nationaler Ebene erst seit 50 Jahren abstimmen. Damit sei ihnen Unrecht getan worden, kritisiert der Verein CH2021.

Frauen können auf nationaler Ebene erst seit 50 Jahren abstimmen. Damit sei ihnen Unrecht getan worden, kritisiert der Verein CH2021.

Keystone

(gb) Am Sonntag jährt sich die Einführung des Frauenstimmrechts auf nationaler Ebene zum 50. Mal. Zu diesem Zweck veröffentlichte der Verein CH2021, der sich als Koordinatorin der Jubiläums-Aktionen versteht, am Samstag ein Manifest mit mehreren Forderungen an die Adresse des Bundesrats. Der Vorstand fordert vom Bundesrat nicht explizit eine Entschuldigung, jedoch eine Anerkennung. «Es geht um die Einsicht, dass die Verweigerung des Stimm- und Wahlrechts für Schweizer Frauen Unrecht war», heisst es in dem Manifest.

Zudem soll der Bundesrat einen Aktionsplan zur Verwirklichung der rechtlichen und tatsächlichen Gleichstellung vorlegen. Der Verein hofft, dadurch eine öffentliche Debatte zu lancieren. Besonders die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sollen sich ihrer kollektiven Verantwortung für die Gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse bewusst werden und Diskriminierung in jeglicher Form überwinden, heisst es weiter.

Präsidentin des Vereins ist die Juristin und Frauenrechtlerin Zita Küng. Dem Vorstand gehört unter neun Frauen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft an, darunter die emeritierte Geschlechterforscherin der Universität Basel, Andrea Maihofer, sowie Brigitte Hauser-Süess, die persönliche Beraterin von Bundesrätin Viola Amherd.

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