Frauenstimmrecht
50 Jahre Frauenstimmrecht: Karin Keller-Sutter spricht von «Geburtstag der ganzen Demokratie»

Vor 50 Jahren gewährten die Schweizer Männer den Frauen das Stimm- und Wahlrecht. Was die Bundesrätinnen und Bundesräte zu diesem Jubiläum zu sagen haben.

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In Appenzell Innerrhoden dauerte es noch weitere 20 Jahre, bis die Frauen an die Landsgemeinde durften. (Archivbild)

In Appenzell Innerrhoden dauerte es noch weitere 20 Jahre, bis die Frauen an die Landsgemeinde durften. (Archivbild)

Keystone

(gb) Auch wenn 50 Jahre für Karin Keller-Sutter keine lange Zeit seien, sieht sie den 7. Februar 2021 als ein Grund zum Feiern, wie sie am Sonntag in einer Video-Botschaft sagt. «Es ist der Geburtstag jener ganzen Demokratie, auf die wir heute zurecht stolz sind.» Sie bezeichnete die Frauen als Leidtragenden der verspäteten Einführung des Frauenstimmrechts. In den anderen europäischen Ländern wurde dieses nämlich Jahrzehnte früher eingeführt.

Die Schweiz habe zwar früh ausgebaute Volksrechte gekannt, so die Justizministerin. Es sei eine «Ironie der Geschichte», dass die Männer dank diesen Volksrechte den Frauen die demokratische Mitsprache solange verweigern konnten.

Auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga spricht bei ihrem Besuch einer Ausstellung zur Chancengleichheit in Bern über Errungenschaften, Handlungsbedarf und Hürden hinsichtlich der Rechte von Frauen in der Schweiz.

Silja Hänggi, CH Media

Am Jubiläumstag äusserten sich auf Twitter auch die Bundesräte Berset, Cassis und Parmelin. Berset sagte, die demokratische Gleichstellung habe längst nicht alle Ungleichheiten zwischen Männer und Frauen beseitigt. «Sie werden öfters Opfer von Gewalt und Sexismus und sind in leitenden Positionen weniger vertreten», so Berset. Cassis schrieb, er sei unterwegs nach Afrika mit zwei Abteilungschefinnen. Dies wäre vor 50 Jahren noch kaum möglich gewesen. Parmelin dankte den damaligen Pionierinnen für ihre Engagement.

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