Fortpflanzung
Dank Gesetzesrevision: Weniger Zwillinge und Co. nach In-vitro-Behandlungen

2019 sind 2204 Kinder nach einer In-vitro-Behandlung zur Welt gekommen. Dabei ist die Zahl der Mehrlingsgeburten stark zurückgegangen. Das sind gute Nachrichten, denn solche Geburten gehen öfters mit Komplikationen einher.

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Bei der In-vitro-Behandlung findet die Befruchtung der Eizelle nicht im Körper der Frau statt, sondern «künstlich» im Labor.

Bei der In-vitro-Behandlung findet die Befruchtung der Eizelle nicht im Körper der Frau statt, sondern «künstlich» im Labor.

Keystone

(rwa) Seit 2017 ist das neue Fortpflanzungsmedizingesetz in Kraft. Seither hat sich auch die medizinische Praxis geändert. So werden immer seltener mehrere Embryos gleichzeitig in die Gebärmutter eingesetzt. Dies führt zu einer deutlichen Abnahme der Mehrlingsgeburten nach In-vitro-Behandlungen, wie neue Zahlen zeigen, die das Bundesamt für Statistik am Montag veröffentlicht hat.

Waren es 2016 noch 16 Prozent der Geburten, sank dieser Anteil 2019 auf sechs Prozent. Für die Gesundheit von Neugeborenen ist die Entwicklung eine gute Nachricht: Bei Mehrlingsgeburten treten während der Schwangerschaft und der Geburt häufiger Komplikationen auf.

Gemäss Angaben des BFS versuchten 2019 rund 6000 Paare, mittels der medizinisch unterstützten Fortpflanzung ein Kind zu kriegen. Daraus resultierten 2080 Geburten.