Forderung
SP und Grüne: Schweiz soll 10'000 Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen

Die Linken fordern, dass die Schweiz zahlreiche Flüchtlinge aus Afghanistan aufnimmt. Auch müssten hierlebende Afghanen und Afghaninnen einen sicheren Aufenthaltsstatus erhalten.

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Menschen auf der Flucht versuchen über eine Mauer in den Flughafen von Kabul zu kommen.

Menschen auf der Flucht versuchen über eine Mauer in den Flughafen von Kabul zu kommen.

Keystone

Die Bundespolitik nimmt sich dem Drama in Afghanistan an. «Die Schweiz soll 10'000 gefährdete Menschen, insbesondere Frauen und Mädchen, aus Afghanistan aufnehmen», schreibt die SP in einer Mitteilung vom Montag. Dies fordern auch die Grünen auf dem Nachrichtendienst Twitter. Auch sonst sind viele Forderungen der linken Parteien deckungsgleich. So fordern beide, dass hierlebende Afghanen und Afghaninnen einen sicheren Aufenthaltsstatus bekommen.

«Auch wenn die Taliban in den letzten Tagen anscheinend von systematischen Gräueltaten an der afghanischen Bevölkerung abgesehen haben, so ist es naiv und gefährlich zu glauben, dass dies so bleiben wird», schreibt die SP. «Die Schweiz ist umso mehr gefordert zu handeln, als sie erst vor Kurzem die Zwangsrückführungen nach Afghanistan gestoppt hat, obwohl der afghanische Staat schon seit Monaten zerfällt», begründen die Grünen den Handlungsbedarf.

Die Taliban haben mittlerweile die Kontrolle über Afghanistan übernommen und erklärten den Krieg für beendet. Derzeit ist aber unter anderem noch das Gebiet des Flughafen in Kabul umkämpft. Von dort versuchen zahlreiche Menschen aus dem Land zu flüchten und mehrere Staaten wollen ihre Angehörige von dort ausfliegen. (mg)