Wegen Omikron
Graubünden stoppt repetitives Testen in Betrieben

Der Kanton Graubünden schränkt das repetitive Testen in Betrieben und Schulen stark ein. Wegen Omikron seien die Laborkapazitäten am Limit, so die Begründung.

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Massentests in Schulen und Betrieben werden wegen der hohen Fallzahlen stark eingeschränkt. (Archiv)

Massentests in Schulen und Betrieben werden wegen der hohen Fallzahlen stark eingeschränkt. (Archiv)

Keystone

Ab Dienstag kommen die repetitiven Tests nur noch im Kindergarten, in der ersten und zweiten Primarklasse sowie beim Gesundheits- und Pflegepersonal zum Einsatz. Dies gab der Bündner Regierungsrat am Montag bekannt. Omikron habe die Fallzahlen im Kanton rasant ansteigen lassen. Die begrenzten Laborkapazitäten würden dadurch stark belastet, sodass die Infektionsketten nicht mehr innert nützlicher Frist unterbrochen werden könnten, begründet die Regierung den Schritt in einer Mitteilung: «Die Durchseuchung lässt sich so nicht mehr aufhalten.»

Derzeit seien 95 Prozent der Fälle auf die Omikron-Variante zurückzuführen. Fünf Prozent der Bündner Bevölkerung befinde sich in Quarantäne oder Isolation. «Die Durchseuchung der Bevölkerung ist damit stark fortgeschritten», schreibt die Kantonsregierung. Eine Priorisierung der Tests sei deshalb unumgänglich. Dringend notwendige Testzertifikate würden weiterhin in den bestehenden Testzentren angeboten.

Weitere, einschneidende Massnahmen könnten nur verhindert werden, wenn die Bevölkerung die Hygienemassnahmen einhalte, Masken trage und die Kontakte freiwillig einschränke, heisst es in der Mitteilung der Regierung weiter. «Dies erfordert eine hohe Disziplin von Bevölkerung und Gästen.» (wap)

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