Finanzkontrolle
Staatsanwaltschaft ermittelt: Finanzielle Unregelmässigkeiten bei Waadtländer Ausgleichskasse

Die Staatsanwaltschaft Waadt muss sich mit Unregelmässigkeiten bei der kantonalen Ausgleichskasse befassen. Über Jahre hinweg soll übermässig viel Geld in Spesen und Ausstattung geflossen sein.

Drucken
Teilen
Die Beträge können gemäss dem Kanton «in die Hunderttausende von Franken gehen». (Symbolbild)

Die Beträge können gemäss dem Kanton «in die Hunderttausende von Franken gehen». (Symbolbild)

Keystone

Die Unregelmässigkeiten bei den Finanzen der Ausgleichskasse kamen zum Vorschein, nachdem der Verwaltungsrat über Missstände bei einem IT-Projekt aufmerksam gemacht wurde. Wie der Kanton am Donnerstag mitteilte, wurde die kantonale Finanzkontrolle mit einer Prüfung beauftragt, welche auf die internen Abläufe der Ausgleichskasse ausgedehnt wurde.

Ein erstes Zwischenergebnis der Untersuchung habe dann den Verdacht auf «Unregelmässigkeiten krimineller Art» aufkommen lassen, die «möglicherweise auf eine unlautere Geschäftsführung hinauslaufen und auf einem wirklich organisierten, abgeschotteten und undurchsichtigen System beruhen». Laut Mitteilung betreffen die festgestellten Missstände überhöhte Ausgaben der Verwaltung, insbesondere für die Ausstattung der Räumlichkeiten sowie für Spesen. Die Beträge, um die es geht, könnten in die Hunderttausende von Franken gehen.

Wie der Kanton weiter schreibt, ist nun die Staatsanwaltschaft mit dem Dossier betraut. Für die betroffenen Personen gilt die Unschuldsvermutung. Der Direktor der Ausgleichskasse wurde entlassen, fünf weitere Personen suspendiert. Bei den Renten der Versicherten sei kein Schaden entstanden. (agl)

Aktuelle Nachrichten