Finanzen
Wegen Triemli: Regierungsrat genehmigt Jahresrechnung der Stadt Zürich nicht

Die Stadt Zürich hatte Anfang Jahr beim Spital Triemli hohe Abschreibungen getätigt. Aus Sicht der Kantonsregierung war die Methode dafür unzulässig. Die Stadt prüft nun juristische Schritte.

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Die Abschreibungen beim Bettenhaus des Spitals Triemli geben zu reden. (Archivbild)

Die Abschreibungen beim Bettenhaus des Spitals Triemli geben zu reden. (Archivbild)

Keystone

(rwa) Die Stadtzürcher Regierung hatte im Januar beschlossen, den bilanzierten Wert des Bettenhauses des Stadtspitals Triemli per 1. Januar 2019 um 176 Millionen auf 170 Millionen Franken zu verringern. Sie erachtete den Buchwert wegen der veränderten Spitallandschaft als zu hoch und für das Spital nicht mehr tragbar. Um die Wertminderung des Bettenhauses zu ermitteln, wählte sie eine dynamische Ertragswertmethode (sogenannte DCF-Methode).

Aus Sicht der Zürcher Kantonsregierung geht das nicht. Das Gemeindegesetz lasse die Anwendung dieser Methode nicht zu, gab die Regierung am Freitag bekannt. Als Folge beschloss sie, die Jahresrechnung 2019 der Stadt Zürich nicht zu genehmigen. Die Stadt müsse diese nun korrigieren.

Anders sieht das die Stadt Zürich. Die Regierung sei weiterhin der Auffassung, dass die Wertberichtigung wie auch die für die Berechnung gewählte Methode nach Gesetz und Verordnung zulässig sei, heisst es in einer Mitteilung. Gesetzlich werde nicht vorgegeben, welche Methode angewendet werden müsse. Der Stadtrat wird den Beschluss des Regierungsrates nun prüfen und danach über weitere Schritte befinden. Er prüft auch den Weiterzug ans Verwaltungsgericht.

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