Filippo Lombardi wird Präsident der Auslandschweizer-Organisation

Der ehemalige Mitte-Ständerat und derzeitige Stadtrat von Lugano Filippo Lombardi wird höchster Vertreter der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Er löst alt SP-Nationalrat Remo Gysin ab.

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Neben seinem Amt als Stadtrat in Lugano amtet Filippo Lombardi neu als Chef der Auslandschweizer-Organisation.

Neben seinem Amt als Stadtrat in Lugano amtet Filippo Lombardi neu als Chef der Auslandschweizer-Organisation.

Keystone

Die Interessenvertretung der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer bekommt einen neuen Chef. Filippo Lombardi, alt Ständerat und derzeitiger Luganeser Stadtrat, wurde vergangenen Freitag vom Auslandschweizerrat gewählt, wie die Auslandschweizerorganisation (ASO) am Montag mitteilte. Die Wahl ist wenig überraschend, da Lombardi zuvor als Vizepräsident amtete.

Er tritt die Nachfolge von alt SP-Nationalrat Remo Gysin an, der die ASO sechs Jahre lang präsidierte. In einem Interview mit Swissinfo sagte Gysin im Juli, dass sein Rücktritt bereits 2020 geplant gewesen sei, doch dann sei die Pandemie gekommen. Während seiner Amtszeit habe sich Gysin für Verbesserungen im Bereich der Sozialversicherungen, in der Bankenpolitik und für die politischen Rechte der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer starkgemacht, heisst es in der Mitteilung. Weiter habe er sich mit grossem Engagement für die Schaffung einer Gedenkstätte für die Schweizer Opfer des Nationalsozialismus eingesetzt.

Gemäss Zahlen der ASO leben rund 750'000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Ihre offiziell anerkannte Vertretung in der Schweiz ist der Auslandschweizerrat mit seinen 140 Delegierten. Dieser verabschiedete am Freitag eine Resolution, mit welcher er den Bundesrat zu einer Strategie für die Aufrechterhaltung der Personenfreizügigkeit aufforderte. Ein zweites Schwerpunktthema der ASO ist aktuell der Zugang zur Corona-Impfung für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. (gb)

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