Fifa-Affäre
Parlament wählt gleich zwei ausserordentliche Bundesanwälte

Die ehemaligen Staatsanwälte Ulrich Weder und Hans Maurer sollen das Verfahren in der Fifa-Affäre übernehmen. Das Parlament hat sie zu ausserordentlichen Bundesanwälten ernannt.

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Neu leiten gleich zwei ausserordentliche Bundesanwälte die Ermittlungen gegen den ehemaligen Bundesanwalt Michael Lauber. (Archivbild)

Neu leiten gleich zwei ausserordentliche Bundesanwälte die Ermittlungen gegen den ehemaligen Bundesanwalt Michael Lauber. (Archivbild)

Keystone

Die vereinigte Bundesversammlung hat am Mittwoch Hans Maurer und Ulrich Weder mit 188 respektive 189 Stimmen von 194 gültigen Stimmen zu ausserordentlichen Bundesanwälten gewählt. Ganz unumstritten sind sie offenbar nicht: Insgesamt gingen 43 leere Stimmzettel ein.

Sie treten die Nachfolge von Stefan Keller an, der sein Mandat Ende Mai niederlegte. Die ehemaligen Zürcher Staatsanwälte leiten nun die Untersuchungen in der Affäre um den ehemaligen Bundesanwalt Michael Lauber und Fifa-Präsident Gianni Infantino. Bei den Ermittlungen geht es um nicht protokollierte Geheimtreffen zwischen den beiden.

«Idealbesetzung» für den Posten

Die Gerichtskommission bezeichnete die Kandidaten im Vorfeld als «Idealbesetzung». Die ehemaligen kantonalen Staatsanwälte in leitender Funktion seien bereits in früheren Fällen als ausserordentliche Staatsanwälte des Bundes eingesetzt worden, betonte die Gerichtskommission. Sie würden über eine grosse Erfahrung, Kompetenz und Kapazität verfügen, «um das hängige Strafverfahren effizient weiterzuführen». Zudem seien beide bereits «bestens» mit dem Strafverfahren vertraut.

Der bisherige ausserordentliche Bundesanwalt Stefan Keller legte sein Amt nach acht Monaten bereits wieder nieder. Fifa-Boss Infantino hatte ihm Befangenheit vorgeworfen und vor der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Recht erhalten. Keller hatte zu offensiv über das laufende Verfahren gegen Infantino informiert. (abi/mg)

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