Erdbeben und Wirbelsturm
Eine Million Franken Soforthilfe und Expertenteam für Haiti

Nach dem schweren Erdbeben schickt die Schweiz ein Experten nach Haiti und spricht eine Million Franken Soforthilfe. Derweil wächst auch die private Hilfe. Und die Glückskette sammelt für Opfer und Wiederaufbau.

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Nicht nur in der Hauptstadt Port-au-Prince, auch ausserhalb ist die haitianische Infrastruktur nach Erdbeben und Wirbelsturm beschädigt.

Nicht nur in der Hauptstadt Port-au-Prince, auch ausserhalb ist die haitianische Infrastruktur nach Erdbeben und Wirbelsturm beschädigt.

AP

Knapp eine Woche nach dem schweren Erdbeben auf Haiti schickt die Schweiz ein Team von Experten und Hilfsmaterial in den Karibikstaat. Diese sollen den haitianischen Zivilschutz unterstützen, schreibt das Aussendepartement (EDA) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Schweiz unterstütze die Hilfsaktion des Korps für humanitäre Hilfe (SKH) des EDA mit einer Million Franken. Das SKH, welches dem EDA angegliedert ist, sei am Donnerstag in Bern-Belp nach Haiti abgeflogen.

Da Haiti bereits ein Schwerpunktland des EDA ist, habe die Schweiz ihre Mitarbeitenden sofort nach dem Erdbeben vom vergangenen Freitag mobilisieren können. Die Schweizer Teams, die sich derzeit in Port-Salut im Bezirk Cayes in der Nähe des Epizentrums befinden, seien darum bereits dabei, 3250 Blachen und zwei Trinkwassermodule à je 5000 Liter zu installieren. Für den Fall einer solchen Katastrophe sei nämlich bereits vor Ort Material gelagert worden.

Bislang keine Schweizer betroffen

Eine halbe Million Franken der Schweizer Soforthilfe soll laut EDA ans internationale Rote Kreuz und die UNO gehen. 100’000 Franken sind derweil dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) für dessen Hilfsmassnahmen versprochen worden. Das SRK will nämlich am Freitag ebenfalls ein Expertenteam nach Haiti senden. Laut Nothilfe-Koordinator Pascal Morf wird dieses vorab aus Logistikexperten bestehen.

Diese sollen dafür sorgen, dass die Nothilfegüter auch an ihrem Bestimmungsort eintreffen, sagte Pascal Morf am Donnerstag gegenüber Radio SRF. Denn einerseits gebe am Ausgang der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince etliche Sicherheitsfragen zu klären. Andererseits seien im restlichen Land die Strassen nach dem Erdbeben als Folge des nachfolgenden Wirbelsturms beschädigt respektive nicht mehr befahrbar.

Wie das EDA schreibt, hat dessen Krisenmanagement-Zentrum bislang keine Kenntnis von Unterstützungsgesuchen betroffener Schweizerinnen und Schweizer in Haiti. Die Sicherheitslage der Schweizer Mitarbeitenden und Staatsangehörigen werde jedoch aufmerksam verfolgt. Von nicht dringenden Reisen nach Haiti rät das EDA ab. (sat)

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