Energieverbrauch
Verbrauch steigt: Die Schweiz braucht wieder mehr Energie

Tiefe Temperaturen und gelockerte Corona-Massnahmen: Der Schweizer Energieverbrauch ist im vergangenen Jahr um 6,3 Prozent gestiegen.

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Die Bevölkerung musste im vergangenen Jahr wegen der kalten Witterung mehr heizen.

Die Bevölkerung musste im vergangenen Jahr wegen der kalten Witterung mehr heizen.

Keystone

Insgesamt hat die Schweiz im vergangenen Jahr 794'720 Terajoule (TJ) Energie verbraucht, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Donnerstag mitteilte. Das sind 6,3 Prozent mehr als 2020. Das BFE führt den Anstieg hauptsächlich auf zwei Faktoren zurück. Wegen der deutlich kälteren Witterung stieg der Verbrauch der Energieträger, die zum Heizen eingesetzt werden. Und die gelockerten Corona-Massnahmen sorgten für einen «generellen Anstieg» des Energieverbrauchs.

Die Zahl der Heizgradtage nahm um 15,3 Prozent zu. Daher stieg der Verbrauch von Heizöl extra-leicht gemäss BFE um 10,9 Prozent, derjenige von Erdgas um 8,3 Prozent. Auch der Elektrizitätsverbrauch zu Heizzwecken nahm um 4,3 Prozent zu. Zusammen machen diese drei Energieträger mit 55,3 Prozent mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs aus. Auch die erneuerbaren Energieträger, die fürs Heizen gebraucht werden, legten zu – etwa die Verbräuche von Energieholz und Fernwärme um 16,4 respektive 9,7 Prozent.

Die Coronapandemie zeigte sich 2019 noch immer im Energieverbrauch – vor allem beim Treibstoff. So stieg zwar der Absatz von Flugtreibstoff im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. Allerdings wird noch immer weniger als die Hälfte von 2019 verbraucht. Auch der Benzin- und Dieselverbrauch stiegen um gesamthaft 1,6 Prozent. Sie liegen damit noch rund 7 Prozent unter dem Niveau von 2019. Der Verbrauch von biogenen Treibstoffen sank derweil gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent. (abi)