Energie
Strom aus der Steckdose: Wind- und Sonnenergie nehmen leicht zu

2020 stammte der Strom aus Schweizer Steckdosen zu rund 76 Prozent aus erneuerbaren Energien, der Grossteil aus Wasserkraft. Der Anteil aus Photovoltaik, Wind und Biomasse ist dabei leicht gestiegen gegenüber dem Vorjahr.

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10,4 Prozent des Stroms aus der Steckdose stammte 2020 aus Photovoltaik, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft. (Symbolbild)

10,4 Prozent des Stroms aus der Steckdose stammte 2020 aus Photovoltaik, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft. (Symbolbild)

Keystone

Die jährlich erhobenen Daten zum Schweizer Strom-Liefermix legen dar, aus welchen Quellen der Strom aus der Steckdose bezogen wird. Im vergangenen Jahr stammte der Strom zu 76 Prozent aus erneuerbaren Energien. Im Vorjahr war es ein Prozentpunkt weniger, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Dienstag mitteilt.

Der Grossteil davon stammte aus Grosswasserkraftwerken und machte, wie schon im Vorjahr, 66 Prozent des Strom-Liefermixes aus. Zugenommen hat dafür der Anteil der Kernenergie: Dieser macht 19,9 Prozent aus. 2019 waren es 19,1 Prozent.

Der Anteil der sogenannten neuen erneuerbaren Energieträger - Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft - ist weiter angestiegen, von 8,4 Prozent auf 10,3 Prozent. Davon wurden laut BFE 87 Prozent in der Schweiz produziert und.

Weniger Graustrom wegen Deklarationspflicht

Strom aus fossilen Energieträgern machte 1,8 Prozent des Liefermixes aus und nahm somit um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr ab. 2,1 Prozent des gelieferten Stroms stammte aus nicht überprüfbaren Energieträgern. Die Abnahme um 2,2 Prozentpunkte gegenüber 2019 war gemäss dem BFE zu erwarten gewesen, denn seit 2018 gilt die Pflicht zur Volldeklaration. Das heisst: Sogenannter Graustrom war nur noch in Ausnahmefällen und bis zum Lieferjahr 2020 zulässig.

In den meisten Nachbarländern können keine Herkunftsnachweise für Strom aus konventionellen Kraftwerken ausgestellt werden, wie das BFE weiter mitteilt. Deshalb habe die Schweiz sogenannte Ersatznachweise eingeführt. So könne Kohlestrom aus dem Ausland als solcher deklariert werden und dieser werde nicht mehr unter Graustrom zusammengefasst. (dpo)

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