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Den Skigebieten drohen grosse Einschränkungen über die Festtage

Während Italien und Deutschland ihre Skigebiete über die Festtage geschlossen halten, tüftelt der Bundesrat an Regeln für die Skisaison zwischen Weihnachten und Neujahr.

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Ohne Schutzmaske kann man diesen Winter wohl kaum auf dem Sessellift sitzen.

Ohne Schutzmaske kann man diesen Winter wohl kaum auf dem Sessellift sitzen.

Benjamin Manser

(mg) Maskenpflicht im Dorfzentrum, weniger Leute in der Gondel und begrenzte Kapazitäten: Die Skigebiete müssen sich auf einige Auflagen gefasst machen. Das zeigt der neue Verordnungsentwurf, den Bundesrat Alain Berset in die Vernehmlassung geschickt hat. Am einschneidendsten dürfte dabei die Maximalkapazität in den Skigebieten sein. Im Entwurf, der CH Media vorliegt, gibt es zwei Vorschläge: Entweder eine Beschränkung auf maximal 66 Prozent der Besucher des bestbesuchten Tags des vergangenen Jahres oder 80 Prozent des täglichen Durchschnitts der letzten fünf Jahre während der Weihnachts- und der Silvesterwoche.

Welche Variante sich durchsetzt, oder ob der Passus ganz gestrichen wird, entscheidet der Bundesrat wohl am Freitag. Die Frist zur Stellungnahme läuft am Mittwoch ab. Weiter möchte Berset eine Maskenpflicht auch auf den Sesselliften und Gäste sollen in Restaurants nur zugelassen werden, wenn für sie ein Tisch frei ist. Das zielt auf die Selbstbedienung ab, die es in vielen Bergrestaurants gibt. Schnell Chicken Nuggets mit Pommes holen und draussen in die Sonne sitzen, wäre so nicht möglich.

Abhängig von der epidemiologische Lage

Sowieso: Ob zwischen Weihnachten und Neujahr tatsächlich Ski gefahren wird, lässt der Verordnungsentwurf offen. Die Skigebiete benötigen ein Schutzkonzept und eine Bewilligung ihres Kantons. Nur: Diese kann nur erteilt werden, wenn es die epidemiologische Lage im Kanton oder in der betroffenen Region erlaubt. Sprich: Es müssen genügend Kapazitäten in den Spitäler frei sein, die Anzahl Neuinfektionen und die Fallzahlen werden ebenso beachtet wie der R-Wert. Sollte die zweite Welle direkt in die dritte Welle schwappen, bleiben also die Skis und Snowboards vorläufig noch im Keller.

Unabhängig von den Skigebieten plant der Bundesrat auch weitere Einschränkungen. Mit einem bis am 23. Dezember befristeten Massnahmenpaket sollen die Kontakte weiter eingeschränkt werden. Neu sollen sich zu Hause nur noch Gruppen aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen (die Obergrenze von zehn Personen wird dagegen nicht verändert). Die Haushalts-Beschränkung gilt auch für Restaurants: Zwar dürfen dort weiterhin vier Leute am selben Tisch sitzen, aber ebenfalls nur noch solche aus zwei Haushalten.