Nach Coronaschock
Das Bruttoinlandprodukt ist im dritten Quartal deutlich gewachsen

Es geht aufwärts mit der Schweizer Wirtschaft. Im dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandprodukt um 7,2 Prozent. Damit konnten drei Viertel des Einbruchs des ersten Halbjahrs wieder wettgemacht werden.

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Nach den Lockerungen der Coronamassnahmen zogen die privaten Konsumausgaben wieder deutlich an.

Nach den Lockerungen der Coronamassnahmen zogen die privaten Konsumausgaben wieder deutlich an.

Nicole Nars-Zimmer

(mg) Nach all den schlechten Nachrichten ist dies eine erfreuliche Meldung: Um satte 7,2 Prozent ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) im dritten Quartal des laufenden Jahres gewachsen. In der ersten Hälfte des Jahres war es kumuliert noch um 8,6 Prozent zurückgegangen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag schreibt. «Damit liegt das BIP noch gut 2 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von Ende 2019», heisst es in der Mitteilung.

Deutlich gesteigert haben sich die privaten Konsumausgaben (+11,9 Prozent), die Ausrüstungsinvestitionen (+8,8 Prozent) und die Bauinvestitionen (+5,1 Prozent). «Die Binnennachfrage und Teile des Dienstleistungssektors erholten sich deutlich. Derweil lastete die internationale Entwicklung auf den Exporten», schreibt das Seco. Gerne verweist das Seco auch auf den internationalen Vergleich: «Im Vergleich zu den Nachbarländern ist die Schweizer Wirtschaft bislang verhältnismässig glimpflich durch die Corona-Krise gekommen.»