Coronavirus
Swissmedic findet keine neuen Nebenwirkungen der Covid-19-Impfungen

Keine Hinweise auf neue Sicherheitsprobleme: Swissmedic hat knapp 600 Verdachtsmeldungen wegen unerwünschten Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe untersucht. Niemand ist wegen einer Impfung gestorben.

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Bislang sind keine neuen Nebenwirkungen des Covid-19-Impfstoffs aufgetaucht. (Symbolbild)

Bislang sind keine neuen Nebenwirkungen des Covid-19-Impfstoffs aufgetaucht. (Symbolbild)

Keystone

(abi) Swissmedic hat zusammen mit den regionalen Pharmacovigliance-Zentren insgesamt 597 Meldungen über vermutete unerwünschte Arzneimittelwirkungen durch Covid-19-Impfungen in der Schweiz ausgewertet – und kann Entwarnung geben: Die Meldungen würden das aus den Zulassungsstudien bekannte respektive in den Arzneimittelinformationen aufgeführte Nebenwirkungsprofil bestätigen, teilte Swissmedic am Donnerstag mit.

Hinweise auf neue Sicherheitsprobleme wurden nicht gefunden. Demnach ändern die Meldungen das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis der beiden zugelassenen Impfstoffe von Pfizer-BionTech und Moderna nicht, wie es weiter heisst. Medizinische Fachpersonen hätten die Mehrzahl der Meldungen eingereicht. Wie das Schweizerische Heilmittelinstitut weiter mitteilt, seien gut 70 Prozent der Meldungen nicht schwerwiegend gewesen.

Keine Hinweise auf Impfung als Todesursache

Bei 177 Meldungen mussten die Personen jedoch entweder im Krankenhaus behandelt werden oder die Reaktionen wurden aus anderen Gründen als medizinisch bedeutsam eingestuft. Dazu zählen beispielsweise Fieber oder Luftnot.

In 21 dieser schwerwiegenden Fälle seien die Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Gemäss Swissmedic gibt es in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung Ursache für den Todesfall war. Nach jetzigem Kenntnisstand hätten unabhängig von den Impfungen aufgetretene Erkrankungen wie Infektionen oder Erkrankungen der Lungen und Atemwege zum Tod geführt. Die Verstorbenen waren im Durchschnitt 85 Jahre alt und hatten mehrheitlich schwere Vorerkrankungen.

Swissmedic betont in der Mitteilung, dass die Arzneimittelbehörden anderer Länder sowie die Weltgesundheitsorganisation WHO zu ähnlichen Ergebnissen bei der Bewertung von Todesfällen in zeitlichem Zusammenhang mit Covid-19-Impfstoffen kommen.