Coronavirus
Schweizer Spitäler halten trotz Corona ihr Leistungsvolumen

Überraschendes Ergebnis: Trotz der Coronapandemie gab es keinen Einbruch der Leistungen der Schweizer Spitäler im Bereich der Grundversicherung. Das zeigen Auswertungen von Curafutura.

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Die Coronapandemie hat zu einer Stagnation des Leistungsumfangs in den Spitälern geführt. (Symbolbild)

Die Coronapandemie hat zu einer Stagnation des Leistungsumfangs in den Spitälern geführt. (Symbolbild)

Keystone

Curafutura, ein Verband der Krankenversicherer CSS Versicherung, Helsana, Sanitas und KPT, hat untersucht, wie sich die Coronakrise auf die erbrachten Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) ausgewirkt hat. Nach der Auswertung kommt der Verband zum Schluss: Die Spitäler haben 2020 mit einer Abnahme von -0,3 Prozent fast gleich viele Leistungen im Bereich der Grundversicherung erbringen können wie im Jahr davor. Das teilte Curafutura am Mittwoch mit.

Konkret wurden in den Spitälern Leistungen im Umfang von 12,98 Milliarden Franken erbracht. 2019 waren es 13,03 Milliarden. Über alle Leistungserbringer gesehen habe sogar ein Plus von 1 Prozent resultiert, wie es weiter heisst. Das Leistungsvolumen hat beispielsweise bei Pflegeheimen um 7,1 Prozent und bei den Spitexorganisationen um 3,4 Prozent zugenommen. Bei Physiotherapeutinnen ging es hingegen um 2,4 Prozent zurück.

Das Ergebnis kommt für Curafutura überraschend. Denn ursprünglich rechneten die Spitäler mit einem deutlichen Rückgang der Leistungen in Milliardenhöhe, da sie Operationen zurückstellen mussten. Da dies nicht eingetroffen sei, seien Forderungen bezüglich einer finanziellen Unterstützung durch die Prämienzahlenden vom Tisch, betont Curafutura. (abi)