Coronavirus
Petition will Impfung von Kindern nur mit Zustimmung der Eltern

Den «Freunden der Verfassung» geht die Impfkampagne bei Kindern zu weit. Sie verlangen mit einer Petition einen Impfstopp bei unter 16-Jährigen. Oder zumindest zwingend die Zustimmung durch die Eltern.

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Unter-16-Jährige sollen den Impfentscheid nicht allein treffen dürfen, fordern 59'300 Bürger mit einer Petition der «Freunde der Verfassung».

Unter-16-Jährige sollen den Impfentscheid nicht allein treffen dürfen, fordern 59'300 Bürger mit einer Petition der «Freunde der Verfassung».

Keystone

Kinder ab 12 Jahren können sich in der Schweiz impfen lassen. Ist ein Kind als urteilsfähig zu betrachten, kann es den Impfentscheid auch ohne Zustimmung der Eltern treffen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Mai klarstellte. Dem massnahmenkritischen Verein Freunde der Verfassung geht das jedoch zu weit. Am Dienstag haben Vereinsvertreter darum laut eigenen Angaben eine Petition mit mehr als 59'300 Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht.

Unter dem Titel «Stoppt die Entmündigung der Eltern und Impfpropaganda für Kinder» fordern sie, dass beim Impfentscheid von Kindern unter 16 Jahren «zwingend die elterliche Zustimmung notwendig ist». Wenn bei Alltagsentscheidungen wie beim Handykauf oder Tätowieren für Minderjährige eine Zustimmung der Eltern stets Voraussetzung sei, solle dies beim Impfen erst recht der Fall sein, finden die Unterzeichnenden der Petition.

Die Zustimmung der Eltern soll nötig sein, solange kein Impfmoratorium für unter 16-Jährige bestehe, welches die Petition auch gleich fordert. Impfstoffe sollten erst dann an Kinder verabreicht werden, wenn sie «in einem ordentlichen Zulassungsverfahren unbefristet bewilligt» sind, heisst es in der Petition. Weiter fordern die Unterzeichnenden einen Verzicht auf Impfkampagnen an Schulen und Ausbildungsstätten. (agl)

Keystone

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