Coronavirus
Kurzarbeit: Bundesrat verlängert Höchstdauer auf 24 Monate

Wer Kurzarbeit bezieht, soll dies neu maximal 24 Monate tun können. Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Das Parlament hatte ihm in der Frühjahrssession die Kompetenz dazu gegeben.

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Vor allem in der Gastronomie waren viele Angestellte in Kurzarbeit.

Vor allem in der Gastronomie waren viele Angestellte in Kurzarbeit.

Keystone

Damit will der Bundesrat gewappnet sein für den Fall, dass eine längere Bezugsdauer aufgrund der anhaltenden Pandemie und weiteren Einschränkungen des Wirtschaftslebens notwendig wird. Er hat daher die Höchstbezugsdauer von heute 18 auf neu 24 Monate erhöht. Letztmals wurde diese maximale Dauer während der Finanzkrise 2009 notwendig. Damit müssten Betriebe keine Kündigungen auf Ende August aussprechen, erklärte Bundespräsident Guy Parmelin vor den Medien in Bern. «Die Kurzarbeit bleibt bestehen.»

Zusätzlich sieht der Bundesrat vor, dass summarische Verfahren bei der Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung erneut um drei Monate – bis Ende September – zu verlängern. Laut Wirtschaftsminister Parmelin soll damit ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Wirtschaft geleistet werden. Weitere Covid-Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind bis Ende Juni befristet. Ob diese auch verlängert werden müssen, wird der Bundesrat erst im Juni beschliessen. (rwa)