Coronavirus
Kantone prüfen Impfpass-Obligatorium für Beizen, Fitnesscenter und Veranstaltungen

Einschränkungen für Ungeimpfte: Die Kantone prüfen eine ausgeweitete Zertifikatspflicht. Diese könnte für Restaurants, Fitnesscenter, kleinere Veranstaltungen oder Heimbesuche gelten.

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Laut GDK-Präsident Lukas Engelberger prüfen die Kantone eine ausgeweitete Zertifikatspflicht für den Fall, dass die Zahlen weiter steigen.

Laut GDK-Präsident Lukas Engelberger prüfen die Kantone eine ausgeweitete Zertifikatspflicht für den Fall, dass die Zahlen weiter steigen.

Keystone

Die Corona-Fallzahlen steigen in der Schweiz wieder an. Gleichzeitig verlangsamt sich die Impfquote. Für die kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) ein Grund, Einschränkungen für Ungeimpfte zu erwägen. GDK-Präsident Lukas Engelberger bestätigt gegenüber CH Media einen entsprechenden Bericht des «SonntagsBlick». «Die Ausweitung der Zertifikatspflicht ist bei weiterhin steigenden Infektionszahlen und Hospitalisationen zu prüfen», sagte er.

Davon betroffen wären «kleinere Veranstaltungen, Sportaktivitäten, Sportanlässe, Fitnesscenter, Gastronomie und Besuche in Spitälern und Pflegeheimen». Extras, um beispielsweise Junge für die Impfung zu motivieren, sieht Engelberger nicht vor. «Die Impfung ist Anreiz genug!» Auch das langfristig gültige Zertifikat sei genug attraktiv.

Impfbereitschaft nach den Ferien weiter erhöhen

Auch unterstützt der GDK-Direktor andere Vorschläge, wie etwa, dass ungeimpftes Pflegepersonal künftig ein Kennzeichen tragen muss. «Das scheint mir ein unverhältnismässiger Eingriff in die persönliche Freiheit», sagte er. Auch sollen Tests weiterhin frei zugänglich bleiben, da sonst die Testbereitschaft bei den Jungen deutlich nachlasse.

Zudem würden die Kantone aktuell überlegen, wie sie die Impfbereitschaft nach den Ferien weiter erhöhen können. So soll man beispielsweise in der ganzen Schweiz ohne Termin geimpft werden können. Dazu kämen mobile Impfequipen am Arbeitsplatz oder vor Einkaufszentren. (abi)

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