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In Zürich müssen neu mehr Menschen in Quarantäne – das hat auch Folgen für die Schulen

Nach Bern verschärft ein weiterer Kanton die Quarantäneregeln. Ab sofort wird in Zürich der Kreis der betroffenen Menschen erweitert, wenn das mutierte Virus im Spiel ist.

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Wird ein Schüler positiv auf das mutierte Virus getestet, muss gleich die ganze Klasse in Quarantäne. (Symbolbild)

Wird ein Schüler positiv auf das mutierte Virus getestet, muss gleich die ganze Klasse in Quarantäne. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Der Kanton Zürich schickt in Zukunft mehr Menschen in eine zehntägige Quarantäne. Bislang galt dies nur für jene, die engen Kontakt hatten zu einer positiv getesteten Person. Steckt sich jemand mit der mutierten Virusvariante an, müssen neu zusätzlich zu den engen Kontaktpersonen auch deren enge Kontakte in Quarantäne. Die Zürcher Gesundheitsdirektion bestätigte am Samstag auf Anfrage einen Bericht des «Tages-Anzeiger».

Grund dafür ist die neue Virusvariante. Die Zahl der Personen mit einem mutierten Coronavirus habe im Vergleich zur Vorwoche massiv zugenommen, schreibt die Behörde. Sie hat Kenntnis von rund drei Dutzend Fällen, ein weiteres Dutzend Verdachtsfälle klärt sie ab. Wegen der neuen Variante sei der Aufwand im Contact Tracing signifikant gestiegen.

Ganze Klassen müssen in Quarantäne

Die neuen Regeln haben auch Folgen für den Schulbetrieb. An Zürcher Schulen müssen Kinder bis 12 Jahre im Unterricht keine Maske tragen. Wird ein Schüler positiv getestet, muss gleich die ganze Klasse in Quarantäne. Voraussetzung dafür ist ein Verdacht auf das mutierte Virus respektive wenn dieser bestätigt wird.

Die neue Regel ist auch im Sinne des Bundes. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) plant, die Empfehlungen für die Quarantäneregel zu verschärfen. Ziel ist es, die Ausbreitung der neuen Variante zu verlangsamen. Für die neue Strategie stand das BAG seit Ende Dezember mit den Kantonen im Austausch. Die Empfehlung soll bei der nächsten Fassung der Quarantäne-Empfehlung aufgenommen werden. Für die Umsetzung zuständig bleiben jedoch die Kantone. Es sei ihre Sache, zu beurteilen, unter welchen Umständen Kontaktpersonen von Kontakten in Quarantäne geschickt würden, argumentiert das BAG.