Coronavirus
Impfchef Christoph Berger: «Boostern alleine wird Pandemie nicht beenden»

Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Impfkommission (Ekif), will mit der Empfehlung für die Auffrischimpfung vorwärts machen. Allerdings brauche es mehr als den Booster, um die Pandemie zu beenden.

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Gemäss Impfchef Christoph Berger braucht es neben dem Booster weitere Massnahmen, um die Pandemie zu beenden.

Gemäss Impfchef Christoph Berger braucht es neben dem Booster weitere Massnahmen, um die Pandemie zu beenden.

Keystone

«Boostern allein wird die Pandemie nicht beenden», sagt Christoph Berger am Mittwoch in der «Neuen Zürcher Zeitung». Es brauche weitere Massnahmen. Erstens müssten die Vulnerablen geschützt sein, «daher müssen wir die jetzt boostern». Zweitens müsse man weiterhin für eine möglichst hohe Durchimpfung sorgen und drittens würden viele Ungeimpfte in diesem Winter eine Corona-Infektion bekommen. «Nächstes Frühjahr haben hoffentlich ausreichend viele Menschen eine gewisse Immunität.»

Am Dienstag machte Swissmedic den Weg frei für den ersten Booster ab 16 Jahren mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech. Berger verspricht, mit der Empfehlung für die Auffrischimpfung rasch vorwärts zu machen. «Wir haben die Booster-Empfehlung zugesagt für Ende November, dann wird sie kommen.» Allerdings hoffe er, dass die Booster-Impfungen nicht allein mit der Vakzine von Pfizer/Biontech gemacht werden müssen. «Wir möchten das für alle zugelassenen mRNA-Vakzinen empfehlen», sagt er.

Zwar habe die Ekif empfohlen, beim gleichen Impfstoff zu bleiben. Man könne aber auch den jeweils anderen mRNA-Impfstoff verwenden als bei den ersten beiden Spritzen. «Allerdings gibt es dafür keine Zulassung von der Swissmedic.» (abi)

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