Coronavirus
GDK begrüsst Drei-Phasen-Modell, will aber vorsichtiger öffnen

Öffnen ja, aber vorsichtig: Der Vorstand der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) hat sich zum Drei-Phasen-Modell des Bundesrats geäussert. Die Richtwerte sollen stärker berücksichtigt werden.

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Die GDK will, dass die Impfrate noch stärker berücksichtigt wird.

Die GDK will, dass die Impfrate noch stärker berücksichtigt wird.

Keystone

(abi) Der Vorstand der GDK begrüsse das Drei-Phasen-Modell zur Bewältigung der Coronapandemie, heisst es in der am Samstag auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme. Allerdings sollen die Kriterien respektive Richtwerte für die nächsten Schritte besser einbezogen werden. Konkret heisst das: Keine weiteren Öffnungen, wenn der überwiegende Teil der Richtwerte nicht erfüllt ist.

Einverstanden ist die GDK auch mit der Systematik, wonach die verschiedenen Phasen an den Grad der Durchimpfung gekoppelt sind. Hier sollen aber die Impfwilligkeit beziehungsweise die Impfrate für den Übergang in Phase 3 und für die konkreten Öffnungsschritte in den Phasen 2 und 3 noch besser berücksichtigt werden. Gemäss GDK ist zu beachten, dass «ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung (vorerst) ungeimpft bleiben wird».

Genügend Zeit einplanen, um zu beobachten

Ausserdem empfiehlt die GDK, nach Öffnungen oder Verschärfungen ausreichend Zeit einzuplanen, um die Lage beurteilen und die Konsequenzen genügend beobachten zu können. Es müsse auch klar kommuniziert werden, dass in allen Phasen das Aufkommen von Virusmutationen das Infektionsgeschehen stark beeinflussen könne.

Das Drei-Phasen-Modell des Bundesrats bildet die Basis der langfristigen Strategie zum Ausstieg aus dem Shutdown. Wie lange die einzelnen Phasen dauern, hängt von der Impfbereitschaft der Bevölkerung und der Impfkampagnen ab.