Coronavirus
Dämpfer für AstraZeneca: Swissmedic fordert weitere Daten zu Impfstoff

Rückschlag für den Impfstoff von AstraZeneca: Die vorliegenden Daten reichen aus Sicht von Swissmedic vorläufig nicht für eine Zulassung aus. Nun muss das Unternehmen nachliefern.

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AstraZeneca wartet in der Schweiz weiterhin auf die Zulassung seines Impfstoffs gegen das Coronavirus. (Symbolbild)

AstraZeneca wartet in der Schweiz weiterhin auf die Zulassung seines Impfstoffs gegen das Coronavirus. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Beim Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astra Zeneca reichten die bisher vorliegenden und ausgewerteten Daten für eine Zulassung noch nicht aus, teilte Swissmedic am Mittwoch mit. Um zusätzliche Angaben zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität zu erhalten, seien Daten aus neuen Studien notwendig.

Für eine abschliessende Bewertung müssen von der Gesuchstellerin unter anderem zusätzliche Wirksamkeitsdaten aus einer in Nord- und Südamerika laufenden Phase-III-Studie eingereicht und ausgewertet werden. Sobald die Ergebnisse vorliegen, könnte eine befristete Zulassung im rollenden Verfahren sehr rasch erfolgen.

Bisher sind in der Schweiz nur die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna zugelassen. Der Bund hat bei AstraZeneca vorsorglich 5,3 Millionen Dosen bestellt. Allerdings hat AstraZeneca derzeit mit Lieferproblemen zu kämpfen. Die EU, unter deren Ägide auch die Schweiz den Impfstoff bestellt hat, diskutiert deshalb ein Exportverbot. Noch unklar ist, ob die Schweiz, die den Impfstoff im Rahmen eines EU-Angebots über Schweden einkauft, davon betroffen wäre.